Autotuning - die Kleinen kommen ganz groß raus
"Pimp my Ride" - spätestens seit dieser legendären Fernsehsendung auf MTV weiß jeder, was es heißt, seinen Wagen aufzumotzen. Natürlich sind es nicht immer ganz so verrückte Dinge, wie ein Whirlpool, eine Kinoleinwand oder eine Schnapsbar, die im normalen Straßenverkehr eingebaut werden. Schon Tieferlegung, Unterbodenlichter oder Heckspoiler können die Karre zu einem wahren Hingucker auf deutschen Straßen machen. Aus Liebe zum Auto hat man schon so manchen "Unfug" getan, schließlich will man der Held auf der Straße sein und durch Extravaganz und ausgefallene Formen und Farben punkten.
Die Motive für das Autotuning im Straßenverkehr sind somit hinreichend geklärt. Es geht in erster Linie darum, stolz auf sein Auto sein zu können und man möchte, dass auch andere Menschen daran teilhaben und sein Werk bewundern.
Wie ist das aber im Modellbau? Es gibt leidenschaftliche Sammler, die sich nicht darauf beschränken ein süßes kleines Miniaturauto zu besitzen, sondern dieses mit allem möglichen Schnick-Schnack versehen müssen. Es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Kleine LED-Lampen mit Batterie, Unterbodenbeleuchtung, Alufelgen, Tuning-Reifen, Alu-Chrom-Sport-Bremsscheiben und zahlreiche Logos und Decals. Sogar die Innenausstattung kann durch Sportsitze oder -gurte aufgewertet werden und der Tacho erhält durch eine entsprechende Abziehfolie ein brandneues Design. Alles ist wie beim "echten" Autotuning, nur eben im Kleinformat.
Ein ziemlich kostspieliges Hobby ist es obendrein, wenn man den angegebenen Preisen im Internet Glauben schenken darf. Allein das noch nicht gepimpte Grundmodell des Autos kostet da schon um die 180 Euro. Man muss schon eine wahre Leidenschaft in sich tragen, um so viel Geld für die kleinen Modelle auszugeben.